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Die Zukunft ist nicht die Gegenwart in XXL

Kindertagesbetreuung Posted on Sun, July 14, 2013 14:42:50

Es gibt eine Reihe guter Gründe darüber nachzudenken, auf welchen Wegen der Platzausbau für Kleinkinder erfolgen kann – und dabei nicht von den vorhandenen Angebotsformen (Kindertagesstätte bzw. Kita und Tagespflege) auszugehen, sondern von den Bedarfen der Kinder und der Familien.
Vollzieht man diesen Wechsel der Blickrichtung, so wird man nicht umhin kommen
festzustellen, dass diese Bedarfe der Kinder und ihrer Familien ebenso unterschiedlich sind, wie die Familien selbst!
Leider aber gibt es offenbar das Tabu, über andere alternative Angebote nachzudenken …. in jedem Fall, wenn sie mit dem Makel behaftet sind, preiswerter zu sein. Mit solchen Angeboten konkret und mit der Frage des Verhältnisses zwischen dem Wunsch- und Wahlrecht nach § 5 SGB VIII und der fachlichen Ermessensausübung habe ich mich in einem Artikel in Unsere Jugend 1/13 auseinandergesetzt, der online beim Reinhard-Verlag erhältlich ist: http://www.reinhardt-verlag.de/de/einzelheft/51890/Armut_bei_Kindern_und_Jugendlichen/

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Die großen Kinder

Kindertagesbetreuung Posted on Tue, May 28, 2013 22:49:31

Hat die Kinder- und Jugendhilfe die großen Kinder an die Ganztagsschule verkauft?

Als
Altersgruppe ist sie quantitativ so umfangreich wie die kleinen und kleinsten Kinder;

auch hier stehen wichtige Entwicklungs- und Bildungsaufgaben an, die nicht darin aufgehen,
Schulkind zu sein;

für die Frage der Vereinbarkeit von Familie und
Beruf ihrer Eltern stellen sich in diesem Alter drängendere Fragen als bei u3

…. und doch sind die
großen Kinder eine Marginalie für die Kinder- und Jugendhilfe geworden. Überall reden wir nur noch über die “frühe Kindheit”

Warum eigentlich?

Gibt es für diese Schwerpunktsetzung psychologische, soziologische, ökonomische Gründe?

Wir
nennen sie “Lückekinder” und vergessen, dass wir selbst diese Lücke mit
unserer Ignoranz erst geschaffen haben. Die Initiative für Große Kinder mit ihrem Engagement in den vergangenen 10 Jahren

und dieser Film von Kurt Gerwig (www.paedagogikfilme.de) stellen die großen Kinder
ins Zentrum und hoffen auf die Aufmerksamkeit der Fachwelt!

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Übergang von der Kita zur Schule

Kindertagesbetreuung Posted on Tue, May 28, 2013 22:29:42

Ich möchte, weil das Thema wieder mal aktuell wird, auf ein Interview in TPS 3/2010 zum Thema “Übergang von der Kita zur Schule” zurückkommen. Nach meiner Auffassung stelle wir oftmals die Frage der Kooperationsbeziehungen zwischen Lehrkräften und ErzieherInnen und zwischen den Institutionen zu sehr in den Vordergrund stellen. Tatsächlich geht es zuvorderst um die eigene Verantwortung; die Kooperation ist das MITTEL und keineswegs das ZIEL:

Frage: “Wie kann die Vernetzung der unterschiedlichen Einrichtungen von
Primar- und Elementarbereich gelingen bzw. optimiert werden?”


Detlef Diskowski: “Auch bei der immer wieder beschworenen Vernetzung
möchte ich die Gewichtung etwas verschieben: Das Netz der beteiligten
Erwachsenen ist nur ein Mittel, nicht der Zweck selber. Angesichts der
knappen Ressourcen von Kita und Grundschule läge nach meiner Auffassung
der Schwerpunkt nicht auf dem Knüpfen von Netzen, sondern darin, dass
Erzieher/innen wie Lehrer/ innen ihre jeweils eigene Verantwortung
wahrnehmen.


Professionalität zeichnet sich an dieser Stelle dadurch aus, dass beide
Professionen erkennen, respektieren und berücksichtigen, dass sie in
laufende Bildungsprozesse eintreten, und dass sie diese mit ihren
jeweiligen Möglichkeiten bestmöglich fördern und die Voraussetzungen für
folgende Bildungsprozesse verbessern müssen. Man könnte dies auch mit
zwei etwas altmodischen Begriffen zusammenfassen: Verantwortung und
Demut. Verantwortung als wichtiger Erwachsener, der seine berufliche
Legitimation daraus zieht, die Entwicklung des Kindes zu fördern; und
Demut, weil diese Bedeutung eine vorübergehende ist und weil die
Förderung immer nur erfolgreich sein kann, wenn sie an dem schon
Vorhandenen anknüpft. Das meint, glaube ich, der Begriff
Anschlussfähigkeit in seinem Kern. Sicherlich ist es dann schließlich
auch hilfreich, wenn man die an den Bildungsprozessen der Kinder vorher
und nachher beteiligten Erwachsenen kennt und sich mit ihnen abstimmt
(….)”

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